Standortwettbewerb¶
Die Städte einer Region wetteifern um neue Betriebe, um Fachkräfte und um Zuziehende. Wer kommt und wer geht, entscheiden Betriebe und Haushalte selbst – nach dem Standortwert jeder Stadt. Du steuerst keine einzelnen Firmen, aber du bestimmst, wie attraktiv deine Stadt ist: mit Steuern, Flächen, Versorgung, Anreizen und Werbung. Das Fenster Region › Standort zeigt den Wettbewerb und alle Hebel.
Alpha
Standortwettbewerb und die neue Firmenwirtschaft gibt es nur in neuen Regionen (Regelstand 2). In älteren Regionen sagt das Fenster Standort das.
Der Standortwert¶
Jede Stadt erhält täglich Punkte von 0 bis 100 in diesen Kriterien: Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Mieten, Lebensqualität, Zustimmung, Arbeitsweg, Arbeit (freie Stellen gegen Arbeitslose), Arbeitskräfte, Bildung, Luft, Versorgung (Strom, Wasser, Vorprodukte), Flächen (freie Industrie- und Büroflächen) und Anreize. Daraus entstehen drei Gesamtwerte:
- Betriebe: vor allem Gewerbesteuer, freie Arbeitskräfte, Qualifikation, verlässliche Versorgung und freie Flächen, dazu deine Anreize. Bürohäuser achten stärker auf die Qualifikation. Neue Fabriken gehen in die Stadt mit dem besten Wert, neue Bürohäuser bevorzugen die besten Städte, ohne dass eine alles bekommt.
- Haushalte: Mieten, Lebensqualität, Arbeit, Zustimmung, Arbeitsweg, Luft und Einkommensteuer. Danach wählen Zuziehende ihre Stadt. Junge Städte bis 600 Einwohner bekommen ihren Zuzug ungebremst.
- Fachkräfte: wie Haushalte, dazu Bildung und Arbeit. Liegt eine Nachbarstadt mit 15 Punkten Vorsprung vorn, ziehen Fachkräfte dorthin um, jeden Tag ein kleiner Teil. Städte mit weniger als 1.000 Einwohnern verlieren keine Fachkräfte an diesen Sog.
Die Tabelle „Standortwert der Städte“ zeigt die drei Werte aller Städte; ein Schild markiert geschützte Städte, ein Megafon eine laufende Kampagne. Klickst du eine Stadt an, vergleicht das Fenster ihre Kriterien mit deinen – die Tooltips nennen die Formeln.
Darunter stehen die Betriebe deiner Stadt mit Gewinn und Gewerbesteuer, die Ladenpreise, der Baupreisindex und „Wer kam, wer ging“ der letzten 7 Betriebstage mit Gründen. Wie Betriebe wirtschaften und Steuern zahlen, steht unter Wirtschaft.
Ansiedlungsanreize¶
Unter „Anreize für neue Betriebe“ legt ein Mitglied mit der Rolle Finanzen und Handel fest:
- Steuerpause: Neu angesiedelte Läden, Fabriken und Bürohäuser zahlen bis zu 20 Betriebstage keine Gewerbesteuer. Das kostet keine Ausgabe, nur entgangene Steuer.
- Ansiedlungsprämie: bis zu 30.000 Cr einmalig aus der Stadtkasse an jede neue Fabrik und jedes neue Bürohaus – auch an Betriebe, die aus einer anderen Stadt umziehen. Höchstens 2 Prämien je Tag, nie unter die Mindestliquidität und nicht unter Auflagen der Landeshilfe.
Beides erhöht das Kriterium Anreize im Standortwert für Betriebe.
Werbekampagnen¶
Eine Werbekampagne hebt einen Standortwert um 12 Punkte:
- Zuzug: hebt den Standortwert für Zuziehende
- Fachkräfte: hebt den Standortwert für Fachkräfte und verdoppelt ihren Zuzug aus Nachbarstädten; alle Nachbarn erfahren davon
- Unternehmen: hebt den Standortwert für neue Betriebe
Sie kostet 4.000 Cr je Tag, im Voraus bezahlt, und läuft bis zu 7 Betriebstage. Es läuft immer nur eine Kampagne; danach folgt eine Pause von 3 Betriebstagen. Starten kann sie Finanzen und Handel.
Abwerben und Halteprämie¶
Der Bürgermeister kann einer Fabrik oder einem Bürohaus einer Nachbarstadt ein Abwerbeangebot machen. Unter „Betriebe abwerben“ stehen die Kandidaten mit einer Prognose, ob der Betrieb gehen würde.
- Das Angebot kostet eine Gebühr von 5.000 Cr, auch wenn der Betrieb ablehnt, und eine Prämie von 25.000 Cr bis 120.000 Cr, die an den Betrieb geht und seinen Umzug trägt.
- Der Betrieb muss mindestens 5 Betriebstage bestehen; nach einem Umzug bleibt er 20 Betriebstage an seinem Standort. Deine Stadt braucht ein freies Grundstück für ihn.
- Deine Stadt kann höchstens alle 3 Betriebstage ein Angebot machen, und je Zielstadt läuft nur eines zur Zeit.
- Die Nachbarstadt wird sofort gewarnt (Hinweis mit Gegenmaßnahme und Abzeichen am Reiter Standort).
- Nach 12 Stunden entscheidet der Betrieb: Er geht, wenn der Standortwert der bietenden Stadt plus die Prämienpunkte (1 Punkt je 2.500 Cr, höchstens 35 Punkte) mindestens 10 Punkte über seinem bisherigen Standort liegen.
Halteprämie: Wird ein Betrieb deiner Stadt umworben, steht das Angebot unter „Abwerbeangebote“. Mit „Halteprämie zahlen“ zahlt deine Stadt dem Betrieb 50 % des gebotenen Betrags, und das Angebot scheitert. Das darf Finanzen und Handel, solange das Angebot offen ist.
Alle Zahlungen gehen von der Stadt an den Betrieb oder an die Außenwelt; zwischen den Städten fließt dabei kein Geld.
Schutz für Abwesende
Ist die Leitung einer Stadt abwesend, kann niemand ihre Betriebe abwerben, und Fachkräfte ziehen nicht ab. Läuft schon ein Angebot, zahlt der Autopilot die Halteprämie, solange die Kasse über der Mindestliquidität bleibt. Von sich aus ziehen Betriebe aus einer solchen Stadt erst bei 35 Punkten Vorsprung über 14 Betriebstage weg.
Umzug in zwei Schritten¶
Ein Betrieb zieht auch ohne Abwerbung um, wenn eine andere Stadt 7 Betriebstage lang mit mindestens 20 Punkten Vorsprung vorn liegt. Der Umzug läuft in zwei Schritten:
- Wegzug: Offene Aufträge enden, das Lager wird verkauft, der Betrieb zahlt 25.000 Cr Umzugskosten, die Beschäftigten werden frei, das Gebäude steht leer.
- Ankunft: Nach 12 Stunden eröffnet der Betrieb auf einem freien Grundstück der Zielstadt neu (als Baustelle) und erhält dort Steuerpause und Ansiedlungsprämie der Zielstadt. Findet er 3 Betriebstage lang kein Grundstück, löst er sich auf.
Für deine Stadt heißt das: Ein abwandernder Betrieb hinterlässt sofort freie Stellen, ein ankommender braucht freie, ausgewiesene Flächen.
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