Geld und Wirtschaft¶
Deine Stadt lebt von Steuern und Gebühren und bezahlt davon Bau, Betrieb, Personal und Strom. Alles rund ums Geld findest du im Fenster Stadt › Übersicht. Steuern, Kredite und Wartung darf ändern, wer in der Stadt die Rolle Finanzen hat (als Bürgermeister hast du alle Rollen).
Kasse und Haushalt¶
Jede neue Stadt bekommt vom Land ein Startkapital von 700.000 Cr. Damit baust du die ersten Straßen, Kraftwerke und Anlagen; danach tragen Einkommen- und Gewerbesteuer, Gebühren für Wasser und Abfall und weitere Einnahmen den laufenden Betrieb.
Das Fenster Stadt › Übersicht zeigt oben Kasse, Einwohner und Haushalte und darunter:
- Haushalt (Einnahmen und Ausgaben): jede Einnahme und Ausgabe nach Art, für heute und gestern.
- Haushaltsübersicht: laufende Ausgaben und Investitionen je Tag, die geschützte Rücklage (Mindestliquidität aus dem Mandat der Verwaltung), bereits gebundene Zahlungen (Stromverträge, Lieferverträge, Kredite, Anteile an Gemeinschaftsprojekten) und was davon frei verfügbar bleibt.
- Prognose über 30 Betriebstage in drei Fällen: normaler Betrieb, Nachfragerückgang und Ausfall des wichtigsten Handelspartners – jeweils mit einer Unsicherheitsspanne. Ohne Rathaus fehlen der Stadt die Daten, die Spanne wird breiter.
Kassenalarm¶
Reicht das Geld nach dem Saldo der letzten Tage höchstens 2 Betriebstage, erscheint in der Kopfleiste eine rote Marke. Fährst du mit der Maus darüber, nennt sie Prognose und passende Gegenmaßnahmen; ein Klick öffnet das Fenster Stadt › Übersicht. Mögliche Gegenmaßnahmen sind: Landeshilfe annehmen, Steuern anheben, Strom vom Land statt teurem Ersatzstrom beziehen, einen Kredit aufnehmen oder Unterhalt senken (Wartung, Buslinien, optionale Anlagen).
Steuern¶
Unter Steuern und Tarife im Fenster Stadt › Übersicht stellst du drei Sätze mit Reglern ein:
| Steuer | erhoben auf | Regelsatz (Start) |
|---|---|---|
| Einkommensteuer | Lohn der Einwohner (auch Arbeit außerhalb) | 10 % |
| Gewerbesteuer Läden | Gewinn der Läden und Büros | 20 % |
| Gewerbesteuer Industrie | Gewinn der Fabriken, Höfe, Forst- und Förderbetriebe | 20 % |
Eine Änderung wird angekündigt (alle Städte der Region erfahren davon) und gilt erst nach 2 Betriebstagen; die Regler zeigen solange den angekündigten Stand. Bedenke:
- Die Bürger vergleichen ihre Einkommensteuer mit den Nachbarstädten. Eine angekündigte Erhöhung kostet sofort Zustimmung, eine Senkung bringt welche (siehe Zufriedenheit).
- Die Gewerbesteuer wird auf den Gewinn der Betriebe erhoben. Neue Fabriken und Büros wählen ihren Standort auch nach der Steuer (siehe Standortwettbewerb).
- Deine Steuerkraft bestimmt, wie viel Kredit du bekommst (siehe unten).
Darunter steht der Stromtarif, den deine Verbraucher zahlen.
Kredite¶
Fehlt Geld für eine große Investition, leihst du es bei der Landesbank: im Fenster Stadt › Übersicht unter Kredite Betrag und Laufzeit wählen, dann Kredit aufnehmen.
- Kreditrahmen: 200.000 Cr plus das 30-Fache deiner Steuerkraft je Tag, abzüglich deiner Schulden. Die Steuerkraft sind die mittleren Steuereinnahmen der letzten Tage, umgerechnet auf die Regelsätze – eine kurzfristige Steuererhöhung bläht den Rahmen also nicht auf.
- Betrag und Laufzeit: ab 10.000 Cr, Laufzeit 10–120 Betriebstage.
- Zins: 0,04 % je Tag plus 0,01 % je 50.000 Cr Schulden (einschließlich des neuen Kredits). Das Fenster zeigt den Zins und die Zinsen insgesamt, bevor du zusagst.
- Tilgung: täglich in gleichen Raten plus Zinsen auf die Restschuld. Reicht die Kasse für eine Rate nicht, wird trotzdem abgebucht und der Zins steigt um 0,03 % je Tag.
- Vorzeitig zurückzahlen kannst du jederzeit mit Zurückzahlen neben dem Kredit, sobald die Kasse die Restschuld trägt.
Neue Kredite nimmt nur eine anwesende Leitung auf; der Autopilot einer abwesenden Leitung tut das nicht. Hast du das Vieraugenprinzip eingeschaltet, braucht ein neuer Kredit die Freigabe eines zweiten Mitglieds.
Überzogene Kasse¶
Laufende Kosten werden auch gebucht, wenn die Kasse im Minus ist. Dann kostet der Fehlbetrag Überziehungszinsen von 0,25 % je Tag – viel teurer als ein Kredit.
Wie weit die Kasse ins Minus darf, bestimmt der Dispositionsrahmen: 50.000 Cr plus das 5-Fache der Steuerkraft je Tag. Fällt die Kasse darunter, wandelt die Landesbank den Fehlbetrag in einen Zwangskredit mit Strafzins um. Ist auch der Kreditrahmen erschöpft, ruhen optionale Dienste der Reihe nach, bis die Kasse wieder im Plus ist – auch wenn du anwesend bist.
Landeshilfe¶
Bleibt die Kasse 3 Betriebstage in Folge unter dem Dispositionsrahmen, bietet das Land einen Sanierungskredit an. Er löst alle laufenden Kredite ab, gleicht die Kasse aus und gibt dir ein Polster für 10 Betriebstage laufender Ausgaben – höchstens 2.000.000 Cr. Laufzeit 180 Betriebstage, Zins 0,01 % je Tag.
Dafür gelten Auflagen für 20 Betriebstage: höchstens 30.000 Cr Investitionen am Tag und keine neuen Kredite.
So entscheidest du: Das Angebot erscheint als Hinweis und im Fenster Stadt › Übersicht unter Landeshilfe. Mit der Rolle Finanzen wählst du Landeshilfe annehmen oder Ablehnen; das Angebot gilt 24 Stunden. Bist du abwesend, nimmt der Autopilot an. Ein neues Angebot gibt es erst, wenn die Auflagen abgelaufen sind.
Strom vom Land und Ersatzstrom¶
Erzeugen deine Kraftwerke zu wenig und hast du keinen Vertrag mit einer Nachbarstadt, kauft die Stadt Ersatzstrom über den Netzanschluss – bis zur Anschlussleistung von 6,0 MW zu 145 Cr je MWh (mit Netzentgelt).
Günstiger ist ein Bezugsvertrag mit dem Land: im Fenster Stadt › Strom unter Strom vom Land Leistung (bis 15,0 MW) und Laufzeit (5–60 Betriebstage) wählen und Vertrag abschließen. Der Strom kostet 110 Cr je MWh (mit Netzentgelt); bezahlt wird nur die Energie, die du wirklich beziehst. Der Vertrag deckt, was eigene Kraftwerke, Nachbarverträge und Speicher offen lassen, bevor Ersatzstrom gekauft wird, und kommt zur Anschlussleistung hinzu. Vertrag ändern setzt neue Leistung und Laufzeit ab sofort, Kündigen beendet ihn zum Ende des Betriebstags. Abschließen darf, wer die Rolle Finanzen oder Versorgung hat.
Braucht deine Stadt Ersatzstrom, weist dich ein Hinweis auf das Angebot hin. Bist du abwesend, schließt der Autopilot den Vertrag im Preislimit des Mandats selbst ab und verlängert ihn. Wie Kraftwerke und das Stromnetz funktionieren, steht unter Versorgung; Verträge mit Nachbarstädten unter Verträge.
Waren und Arbeit von außerhalb¶
Junge Städte haben anfangs weder Höfe noch Fabriken. Damit die Läden trotzdem Waren haben, liefert die Außenwelt zusätzlich zu ihrer üblichen Menge Waren je Einwohner der Städte, die von null begonnen haben.
Auch Arbeit gibt es außerhalb: Finden Erwerbshaushalte einer jungen Stadt keine Stelle in der Region, pendeln bis zu 30 % von ihnen (höchstens 150 Haushalte je Stadt) zu einer Arbeit außerhalb. Sie verdienen 120 Cr am Tag abzüglich 30 Cr Fahrtkosten und zahlen Einkommensteuer an deine Stadt. Sie gelten nicht als arbeitslos, suchen aber weiter eine Stelle vor Ort.
Güterketten¶
Die Wirtschaft der Region kennt 14 Gütergruppen. Waren wandern vom Rohstoff über die Fabrik in den Laden und zum Haushalt; Lastwagen bringen sie über deine Straßen.
- Urproduktion: Förderbetriebe bauen Erz und Mineralien auf Vorkommen ab (siehe Rohstoffe). Ein Hof entsteht auf fruchtbaren Industrieflächen und erntet Lebensmittel je nach Bodengüte und Jahreszeit. Ein Forstbetrieb entsteht auf waldreichen, kargen Industrieflächen und schlägt Holz. Holz und Sekundärrohstoff gibt es nur aus der Region, nicht als Einfuhr.
- Kreislauf: Der Wertstoffhof gewinnt aus Abfall Sekundärrohstoff; die Erlöse fließen in die Stadtkasse (siehe Versorgung).
- Fabriken spezialisieren sich auf eine Ware, meist auf die, die die Region am stärksten einführt. Sie setzen ihre Vorprodukte in fester Reihenfolge ein; nur das letzte darf eingeführt werden. Als Ausrüstung brauchen sie täglich Maschinen, ohne sinkt die Leistung auf 85 %.
- Büros brauchen Papier und Elektronik (ohne Elektronik 95 % Umsatz), Höfe Düngemittel (ohne 85 % Ernte).
- Baustellen: Jedes private Gebäude braucht Baustoffe, die per Lastwagen kommen. Ohne Material wird nicht fertig gebaut.
- Qualität: Waren haben eine Qualität aus Fachkräften, Ausrüstung und Vorprodukt; sie bestimmt den Preis.
| Gut | hergestellt von | Vorprodukte (in dieser Reihenfolge) | Vorprodukt einführbar | Richtpreis |
|---|---|---|---|---|
| Rohstoff | Erzförderung | Urproduktion | – | 8 Cr |
| Konsumgüter | Konsumwarenfertigung | Textilien, Papier, Kunststoffe, Holz, Metalle, Rohstoff | Rohstoff | 26 Cr |
| Lebensmittel | Hof | Urproduktion | – | 12 Cr |
| Holz | Forstbetrieb | Urproduktion | – | 7 Cr |
| Metalle | Metallhütte | Sekundärrohstoff, Rohstoff | Rohstoff | 20 Cr |
| Baustoffe | Baustoffwerk | Holz, Rohstoff | Rohstoff | 14 Cr |
| Maschinen | Maschinenbau | Metalle, Komponenten | Komponenten | 60 Cr |
| Sekundärrohstoff | Wertstoffhof | getrennter Abfall | – | 6 Cr |
| Kunststoffe | Chemiewerk | Sekundärrohstoff, Rohstoff | Rohstoff | 12 Cr |
| Komponenten | Komponentenwerk | Kunststoffe, Metalle | Metalle | 34 Cr |
| Textilien | Textilwerk | Holz, Kunststoffe | Kunststoffe | 18 Cr |
| Papier | Papierfabrik | Sekundärrohstoff, Holz | – | 9 Cr |
| Elektronik | Elektronikwerk | Komponenten, Kunststoffe | Kunststoffe | 48 Cr |
| Düngemittel | Düngemittelwerk | Sekundärrohstoff, Rohstoff | Rohstoff | 11 Cr |
Betriebe¶
Läden, Büros, Fabriken, Höfe und Förderbetriebe baust nicht du, sondern private Bauträger auf deinen Zonen. Die Betriebe führen ihre eigene Kasse: Sie kaufen ein, setzen Preise, bestellen nach Absatz, zahlen Löhne und Gewerbesteuer auf ihren Gewinn (Regelsatz 20 %) und schließen, wenn sie dauerhaft Verluste machen. Du wirkst nur mittelbar: über Flächen, Steuern, Versorgung, Anreize und erreichbare Arbeitskräfte. Wie Städte um Betriebe werben, steht unter Standortwettbewerb.
Wohnungsmarkt und Mieten¶
Jede Wohnung hat eine Tagesmiete. Sie geht von der Grundmiete (22 Cr) aus, steigt mit der Aufwertungsstufe des Hauses und der Lebensqualität der Stadt, sinkt bei hoher Dichte und reagiert auf den Leerstand: Knapper Wohnraum wird teurer, viel Leerstand billiger. Die Haushalte zahlen täglich; wer die Miete auf Dauer nicht aufbringt, zieht weg.
Unter Wohnungsmarkt im Fenster Stadt › Übersicht siehst du die mittlere Miete und den Leerstand. Als Bürgermeister kannst du dort eine Mietpreisbremse einschalten: eine Obergrenze in Prozent der Grundmiete. Hohe Mieten kosten Zustimmung, die Bremse bringt etwas zurück – mehr Wohnfläche senkt die Mieten aber ebenso.
Wartungsbudget¶
Öffentliche Anlagen nutzen sich ab. Mit dem Regler % Wartungsbudget im Fenster Stadt › Dienste bestimmst du, wie viel der Regelkosten die Stadt für die Wartung ausgibt. Unter dem vollen Budget sinkt der Zustand der Anlagen jeden Tag, darüber steigt er. Der Zustand wirkt auf die Wirksamkeit; fällt er unter 40, sinkt die Leistung schrittweise bis zum Stillstand. Eine Prognose warnt, bevor die erste Anlage eingeschränkt ist. Sparen an der Wartung entlastet die Kasse also nur kurz – und kostet Zustimmung.
Gestaltung¶
Unter Gestaltung im Fenster Stadt › Übersicht legst du mit der Rolle Planung fest:
- Baustil: Klassisch, Modern, Nordisch, Mediterran. Er ändert nur das Aussehen der Wohn- und Geschäftshäuser, nie die Ergebnisse der Simulation.
- Bebauungsregel: die höchste Dichte, mit der neue Gebäude entstehen dürfen – etwa „höchstens mittlere Dichte“ für ein Altstadtbild. Sie gilt nur für Neubauten.
Stadtplätze, Wahrzeichen und Dekoration heben das Stadtbild (siehe Dienste und Gestaltung).
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