Nahverkehr¶
Busse und Bahnen bringen Pendler zur Arbeit, ohne die Straßen zu füllen. Haushalte ohne Auto sind auf sie angewiesen, und je besser das Angebot, desto mehr Autofahrer steigen um. Du planst Linien mit der Rolle Verkehr; das Fahrgeld geht an deine Stadt, die Betriebskosten zahlt sie auch.
Die Verkehrsmittel im Vergleich:
| Verkehrsmittel | Tempo | Plätze je Fahrzeug | Fahrpreis | Betrieb je Fahrzeug und Tag | Fußweg zur Haltestelle | Strecke | Haltestelle bzw. Station | Fahrzeug |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bus | im Straßenverkehr | 40 | 2 Cr | 350 Cr | 500 m | – | 2.000 Cr | – |
| Straßenbahn | 40 km/h | 90 | 2 Cr | 1.800 Cr | 600 m | 70 Cr/m | 12.000 Cr | 45.000 Cr |
| U-Bahn | 61 km/h | 180 | 3 Cr | 4.500 Cr | 800 m | 450 Cr/m | 60.000 Cr | 90.000 Cr |
| Fähre | 22 km/h | 80 | 2 Cr | 1.200 Cr | 600 m | – | 25.000 Cr | 60.000 Cr |
| Regionalbahn | 79 km/h | 200 | 3 Cr | 9.000 Cr | 900 m | 200 Cr/m | 80.000 Cr | 120.000 Cr |
Eine Buslinie einrichten¶
- Wähle in der Werkzeugleiste Nahverkehr › Buslinie planen.
- Klicke die Haltestellen der Reihe nach an – sie müssen an einer Straße liegen. Haltestellen dürfen auch in der Nachbarstadt liegen, mindestens eine aber im eigenen Stadtgebiet.
- Das Fenster Verkehr › Nahverkehr öffnet sich mit dem Entwurf. Wähle Bus, gib der Linie einen Namen, stelle die Zahl der Busse ein und klicke Linie einrichten. Jede Haltestelle kostet 2.000 Cr einmalig.
Eine Buslinie fährt als Ring: Nach der letzten Haltestelle geht es zurück zur ersten. Die Busse fahren im normalen Straßenverkehr und stehen im selben Stau wie alle anderen – eine Buslinie über eine verstopfte Hauptstraße hilft wenig.
Wer den Bus nimmt, geht höchstens 500 m zur Haltestelle. Kommt nach 45 Minuten kein Bus, steigen Pendler mit Auto doch ins Auto. Mehr Busse bedeuten einen kürzeren Takt und kürzere Wartezeiten.
Linien im Fenster Nahverkehr¶
Im Fenster Verkehr › Nahverkehr steht jede Linie mit Betreiber, Zahl der Haltestellen, Takt, Fahrzeugen im Einsatz und den Fahrgästen von heute und gestern; darunter die Wartenden je Haltestelle (H1, H2 …). Solange das Fenster offen ist oder du Haltestellen planst, zeigt die Karte den Verlauf aller Linien in ihrer Farbe.
-
Busse: Mit dem Schieberegler änderst du die Zahl der Busse einer Buslinie.
-
Fahrplan: Erste und letzte Betriebsstunde einer Linie (auch über Mitternacht). Außerhalb setzen keine Busse ein, Bahnen warten an der nächsten Station, und niemand plant mit der Linie.
- NVZ ausdünnen: Außerhalb der Hauptverkehrszeit (6–9 und 15–19 Uhr) fährt die Linie mit weniger Fahrzeugen. Überzählige Busse fahren an der nächsten Haltestelle ins Depot, überzählige Bahnen bleiben an einer Station stehen. Der längere Takt fließt in die Wartezeit ein.
- zeigen springt zur ersten Haltestelle, auflösen stellt eine Buslinie ein: Die Busse fahren leer aus, Wartende nehmen das Auto. Das merken die Anwohner – die Zufriedenheit sinkt (siehe Zufriedenheit).
Die Betriebskosten richten sich nach den Fahrzeugstunden: Die Tageskosten in der Tabelle gelten für 18 Betriebsstunden. Eine kürzere Betriebszeit oder ein ausgedünnter Takt in der Nebenverkehrszeit spart also Geld.
Straßenbahn, U-Bahn und Fähre¶
Straßenbahn, U-Bahn und Fähre planst du genauso: Haltestellen mit Nahverkehr › Buslinie planen setzen, im Fenster Verkehr › Nahverkehr unter Neue Linie das Verkehrsmittel wählen. Das Fenster zeigt Länge, Baukosten, Betriebskosten und Fahrpreis, bevor du die Linie einrichtest. Schienenlinien und Fähren pendeln zwischen den Endhaltestellen.
- Straßenbahn: fährt auf eigenem Gleis, unabhängig vom Straßenstau, schneller und zuverlässiger als der Bus. Alle Haltestellen liegen im eigenen Stadtgebiet und brauchen einen Mindestabstand voneinander (der Hinweis im Fenster nennt ihn).
- U-Bahn: fährt unterirdisch (sichtbar sind nur die Eingänge), schnell und mit großer Kapazität, aber teuer im Bau – meist braucht die Stadt dafür einen Kredit (siehe Wirtschaft). Ihre Stationen müssen weiter auseinanderliegen als bei der Straßenbahn.
- Fähre: pendelt zwischen Anlegern am Ufer, ganz ohne Brücke. Anleger dürfen im eigenen Stadtgebiet oder im Flusskorridor der Region liegen, brauchen Wasser in der Nähe, und mindestens einer muss die eigene Stadt erschließen. Die Fahrt muss überwiegend über Wasser führen. Langsam, aber oft der günstigste Weg ans andere Ufer.
Schienenstrecken sind in Blöcke geteilt (Signale an den Stationen und mindestens alle 1,2 km): Ein Zug fährt erst in einen Block, wenn der vorausfahrende ihn verlassen hat. Wo sich zwei oberirdische Linien kreuzen, fährt immer nur eine über die Kreuzung. Das Fenster zeigt je Linie die Wartezeit am Signal und vor Kreuzungen vom Vortag.
Regionalbahn¶
Eine Regionalbahn verbindet Städte auf eigenem Gleis, auch über Fluss und Stadtgrenzen. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt: Du setzt die Stationen mit dem Werkzeug Regionalbahn planen (Kategorie Projekte) und schlägst sie im Fenster Projekte vor; die beteiligten Städte finanzieren sie gemeinsam. Wie das geht, steht unter Großprojekte und Zusammenarbeit. Läuft die Bahn, erscheint sie im Fenster Nahverkehr mit Zügen, Kosten, Fahrgeld und der Aufteilung des Zuschusses.
Güterzugtrassen¶
Für eine Regionalbahn kann die Betreiberstadt (Rolle Verkehr oder Finanzen und Handel) im Fenster Nahverkehr bis zu 6 Güterzugtrassen je Tag reservieren. Jede Trasse bringt einen Güterzug, der tagsüber ohne Halt von Ende zu Ende fährt, kostet 2.500 Cr je Tag und erweitert einen Güterbahnhof bis 1,0 km von einer Station um 150 Einheiten je Tag.
Umsteigen und Tarifverbund¶
Fahrgäste steigen beliebig oft um, wenn zwei Haltestellen höchstens 350 m auseinanderliegen; die Verbindungssuche rechnet Fußweg und Wartezeit mit ein. Mehrere Linien, die sich an gemeinsamen Knotenpunkten treffen, erschließen so die ganze Stadt – auch mit Linien der Nachbarstädte.
Ohne Verbund zahlt jede Teilstrecke ihren eigenen Fahrpreis. Beschließt der Regionsrat einen Tarifverbund, kaufen Fahrgäste nur noch einen Verbundfahrschein je Weg, und ein Teil des Fahrgelds geht beim Umstieg an die Anschlusslinie (Buchung „Verrechnung Tarifverbund“). Den Antrag stellst du im Regionsrat, siehe Regionsrat.
Gute Linien
- Haltestellen dorthin, wo viele wohnen bzw. arbeiten, und kurze Fußwege.
- Genug Fahrzeuge für einen dichten Takt in der Hauptverkehrszeit; nachts darf es weniger sein.
- Straßenbahn oder U-Bahn für stark belastete Achsen, auf denen Busse im Stau stehen.
- Im Verkehrsbericht (siehe Straßen und Verkehr) zeigt die Verkehrsmittelwahl, ob sich das Angebot lohnt.
56569f2.